Offiziell habe ich dieses wunderbare Ambt schon einige Jahre, doch nun war es das erste Mal so weit: Die Junkertafel traf sich in der Sommerung zu einem eigenen kleinen Sommerfest und schmiedete Pläne für die Winterung, und darüber wollte ich einen kleinen Bericht schreiben. Mein erstes Mal sozusagen.
Nun bin ich ja des Schreibens mächtig und auch nicht um Worte verlegen, aber so möglichst genau die Obergrenze von 1000 Zeichen zu treffen, das war dann doch schon eine Herausforderung. Hier ein Füllwort weg, da eine Formulierung anpassen, und der Satz dort, der kann doch weg, oder doch nicht? Eine ziemliche Bastelei, das Ganze. Aber gut, natürlich habe ich Verständnis dafür, dass nicht jeder einfach beliebig lange Texte verfassen kann, und irgendwelche Regelungen müssen daher sein. Vermutlich fehlt mir auch einfach die Übung.
Und da war er nun fertig. Also… der Text. Nicht der Junkermeister. Wobei… doch, ein wenig schon. Flink noch einmal Korrektur gelesen, das Ganze, den Inhalt mit den anwesenden Junkern und Knappen abgestimmt, schon allein auch wegen der Persönlichkeitsrechte bei Veröffentlichung eines Bildes, und dann ab damit zum Kantzler zwecks Weiterleitung an die Redaktion und Veröffentlichung.
„Ich finde es schade, dass wir in diesem Jahr kein gemeinsames Sommerfest veranstalten.“
Oder auch nicht. Denn wegen dieses Zitates wurde der Artikel zurückgewiesen. Nun frage ich mich verwundert, wo das Problem liegt? Die Schlaraffia Colonia Agrippina hat nachweislich in der letzten Sommerung kein Sommerfest veranstaltet. Mein Artikel nannte dazu weder Namen noch Gründe, sondern gab lediglich die Meinung eines Sassen in Zitatform wieder, der sich ein solches gewünscht hätte. Mehr nicht.
Damit der Artikel nun doch noch veröffentlicht wird, werde ich den Satz streichen, die Formulierungen überarbeiten und mich erneut bemühen, maximal 1000 Zeichen zu verwenden. Ohoherzlichen Dank für den Mehraufwand.
Damit ist mir dann auch gleich mit dem ersten Artikel die Lust an der Reychsberichterstattung gründlich vergangen. Lieber schreibe ich hier auf der Webseite meine Beiträge, unzensiert und ungefiltert. Und wenn einer ein Problem mit den Inhalten hat, darf er sich gerne direkt an mich wenden. Das verstehe ich unter Berichterstattung.
